„Grundpositionen offener pädagogischer Arbeit“

Klaus Klattenhoff  •  Reinhard Pirschel  •  Axel Jan Wieland (Hrsg.)

Zum Geleit



Was wäre eigentlich geschehen, wenn die Kongresse zum Offenen Kin­der­gar­ten um die Jahrtausendwende in Oldenburg nicht stattgefunden hätten und es die beiden Kongressberichte »Rose« und »Haus« nicht gegeben hätte? Für al­le, die direkt da­ran teilgenommen haben oder sich von den TeilnehmerInnen und beiden Büchern haben inspirieren lassen, den hätten wohl wichtige »Mut­ma­cher« und Orien­tie­rungs­hilfen gefehlt. Orientierung, die sie brauchten, um sich einer Pädagogik zu öffnen, welche die Bedürfnisse der Kinder ins Zen­trum stellt. Und Mut, den sie brauchten, um ihr »Menschenbild« zu re­flek­tie­ren und ihre Haltungen, Handlungen und Struk­turen zu verändern. Viele Teams haben sich nach den Kongressen auf den Weg ge­macht, einen offenen Kindergarten zu gestalten. Insbesondere dann, wenn sie integrativ arbeiten wollten. Heute ist der Offene Kindergarten ein in Theorie und Pra­xis gut begründetes und praktiziertes pädagogisches Konzept, dass Mut macht zum Selber machen.

Vieles und Bedeutendes ist im Laufe der Jahre zum Offenen Kindergarten ver­öffent­licht worden. Warum also diese zusammenfassende Auswahl aus unseren Kongressberichten?

Dafür sehen wir zwei Gründe: beide Bücher hatten aufgrund der begrenzten fi­nan­ziellen Mittel des Verlags nur eine geringe Auflage und sie waren schnell ver­grif­fen. Es wird aber noch immer nach ihnen gefragt. Und das hat seinen Grund: Ins­besondere die dort dargestellten theoretischen Grundlagen sind so aktuell wie zu den Zeitpunkten der Erstveröffentlichungen, und diese Theorie ist in einer Weise dargestellt, die nicht langweilt. Wir erfahren in unseren Begegnungen mit vielen KollegInnen in Fortbildungen und regionalen Kon­gres­sen, dass sie sich diese Theo­rien »mit nach Hause« nehmen wollen. Mit die­ser Textauswahl und die Zu­sam­men­legung in einer Ausgabe wollen wir jetzt den Zugang zu den Texten wieder er­mög­lichen.

Da sich insbesondere die Praxis in den letzten Jahren weiter ent­wickelt hat, be­schrän­ken wir uns in diesem »Sammelband« auf die theoretischen Grund­la­gen. Die Texte sind im Original übernommen worden und orientieren sich an der damals gül­tigen Rechtschreibung (erstaunlich wie viele »ß« zu dieser Zeit noch eingesetzt wur­den).

Die Herausgeber

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